Für HR-Administrator:innen · die wiederkehrenden Aufgaben
Als HR-Administration pflegst du die Stammdaten und hältst den Betrieb am Laufen. Diese Anleitung
deckt die tägliche Routine ab. Das einmalige Einrichten (Benutzer, Arbeitszeitmodelle)
findest du in den verlinkten Anleitungen am Ende.
1. Mitarbeitende verwalten
Unter Stammdaten → Mitarbeiter verwaltest du alle Personalstammsätze:
suchen (Name, Personalnummer, E-Mail), nach Status filtern (Aktiv/…), bestehende Mitarbeitende öffnen
und Daten aktualisieren. Über + Neuer Mitarbeiter legst du neue an.
Mitarbeiter-Stammdaten: suchen, nach Status und Team filtern, öffnen, neu anlegen.
Komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung inkl. Login und Rollen:
Benutzer anlegen.
Auszubildende: Setz am Mitarbeiter das Feld „Auszubildende:r"
(Stammdaten → Mitarbeiter, Abschnitt „Ausbildung")
— dann kannst du die Berufsschultage fürs ganze Lehrjahr in einem Schritt planen (Ferien & Feiertage
automatisch ausgespart): Berufsschul-Plan.
Austrittsdatum = letzter Arbeitstag. Wer z. B. am 15.09. austritt,
kann am 15.09. noch stempeln (auch die Nachtschicht in den Folgetag hinein) und steht ab dem Tag danach auf
„Ausgetreten". Wer beim Austritt noch eingestempelt ist, bleibt am Terminal sichtbar, bis ausgestempelt wurde.
„Ohne Soll geführt" (Abschnitt Beschäftigung): Für Aushilfen ohne
Arbeitszeitmodell, die nach geleisteten Stunden bezahlt werden. Mit dem Schalter zeigen Konto, Dashboard und
Stundenzettel „Geleistete Stunden" und nach Auszahlungen „Offene Stunden" statt
eines Plus/Minus-Saldos, und die nächtliche Prüfung meldet für diese Person kein fehlendes Modell mehr. Das
Konto bucht unverändert weiter — Schalter aus, und der Saldo ist sofort wieder da.
Abschnitt „Beschäftigung" im Mitarbeiter-Formular: Eintritts-/Austrittsdatum, Team, Standort, der Schalter „Ohne Soll geführt (Aushilfe)" und darunter Feiertagsregion und Arbeitszeitmodell.
2. Urlaubskontingente pflegen
Unter Stammdaten → Kontingente siehst du pro Mitarbeiter:in und Jahr den
Anspruch: Gesamt, Verbraucht, Rest, Verfallsdatum. Hier passt du den Jahresanspruch an, trägst
Übertrag aus dem Vorjahr ein oder legst über + Neues Kontingent ein neues an.
Kontingente: Anspruch, Übertrag, Genommen, Rest und Verfallsdatum pro Person, Typ und Jahr.
Die Übersicht zeigt jede Person mit Name · Personalnummer (auch nach Namen durchsuchbar)
und die volle Aufschlüsselung Anspruch · Übertrag · Genommen · Rest — so ist transparent,
wie sich der Rest ergibt (z. B. Anspruch 30 + Übertrag 5 − genommen 0,5 = 34,5). Mitarbeitende sehen ihren
Resturlaub mit derselben Aufschlüsselung auf Abwesenheit.
Hinweis: Bei der Genehmigung eines Urlaubsantrags wird das Kontingent automatisch verbucht — ein
fehlendes Kontingent legt das System mit dem Standard-Jahresanspruch der Abwesenheitsart an.
Mitten im Jahr starten? Trag bei „Gesamt" einfach die für dieses
Jahr noch übrigen Urlaubstage ein (bereits genommene Tage also schon abgezogen). Ein
automatischer Übertrag ins Folgejahr und ein Verfallsdatum sind derzeit
noch nicht aktiv — beim Jahreswechsel legst du das neue Kontingent von Hand an (geplantes Feature; Wünsche
dazu gern an uns). Das Feld „Übertrag aus Vorjahr" und ein Verfallsdatum lassen sich pro Kontingent bereits
erfassen, werden aber noch nicht automatisch fortgeschrieben.
3. Zentrale Genehmigungen
Anträge, die nicht von einer Führungskraft bearbeitet werden, kannst du als Administration zentral
entscheiden — über denselben Posteingang wie die Manager (Team → Team-Anträge):
Abwesenheiten und Korrekturen genehmigen oder mit Begründung ablehnen.
Du kannst Abwesenheiten auch direkt buchen, ohne dass die Person einen Antrag stellt:
Team → Person → Abwesenheit buchen (Art, Zeitraum, Begründung). Die Buchung ist
sofort genehmigt und wird protokolliert (wer/wann). Praktisch z. B. für telefonisch gemeldeten Urlaub
oder nachträglich erfasste Krankheitstage.
Posteingang für Anträge — genehmigen oder ablehnen, gefiltert nach Art.
Selbstkorrektur freischalten (optional)
Um Genehmigungen für kleine, offensichtliche Zeitkorrekturen zu sparen, kannst du Mitarbeitenden erlauben,
eigene Korrekturen innerhalb eines Zeitfensters selbst anzuwenden — ohne
Genehmigungsweg. Jede Selbstkorrektur bleibt vollständig protokolliert (Prüfprotokoll: „Selbstkorrektur").
Die Freischaltung ist eine Kaskade in drei Stufen — standardmäßig ist alles aus:
Global einschalten:Einstellungen → Selbstkorrektur zulassen,
dazu das Zeitfenster in Kalendertagen (Standard 7, inkl. heute). Ohne diesen Schalter
ist Selbstkorrektur nirgends aktiv.
Pro Team (optional): im Team/Abteilung den Schalter
Selbstkorrektur für dieses Team setzen — gilt für alle Mitglieder, deren
Mitarbeiter-Einstellung auf Erben steht.
Pro Person (optional): im Mitarbeiter-Formular Selbstkorrektur =
Erben (folgt dem Team), Erlaubt (immer an, unabhängig vom Team) oder
Gesperrt (nie).
Was bleibt immer bei der Genehmigung? Bereits abgerechnete
(festgeschriebene) Tage und Korrekturen außerhalb des Zeitfensters gehen weiterhin
den normalen Antragsweg — auch bei freigeschalteter Selbstkorrektur.
4. Stammdaten gepflegt halten
Im Bereich Stammdaten pflegst du bei Bedarf die Grundlagen, auf denen alles
aufbaut:
Bereich
Wofür
Teams & Standorte
Organisation, Zuordnung von Mitarbeitenden, Feiertagsregion je Standort
Abwesenheitsarten
Urlaub, Krankheit, Sonderurlaub … mit ihren Regeln
Schichttypen & -muster
Vorlagen und wiederkehrende Dienstpläne
Arbeitszeitmodelle & Zuweisungen
Wochenstunden, Verteilung, Pausen — pro Mitarbeiter:in zugewiesen. Stundenwerte sind frei (z. B. 7,8 h). Samstag/Sonntag tragen genau dann Soll, wenn eine Verteilungszeile dafür existiert; der Schalter „Wochenendarbeit erlaubt" steuert nur den ArbZG-Hinweis bei Wochenendarbeit, nie das Soll.
Feiertagsregionen & -listen
Feiertage je Region (für den automatischen Soll-Abzug)
Pausenregeln
Pflichtpausen und automatischer Abzug (auf die vorgeschriebene Dauer gekappt). Mitarbeitende, die wirklich durchgearbeitet haben, heben den Abzug per Korrektur „Durchgearbeitet" selbst auf — protokolliert. Werden Pausen im Betrieb gewährt, aber grundsätzlich nicht gestempelt, setzt der Schalter „Automatisch abgezogene Pause gilt als gewährt" die Pausenprüfung auf die Werte nach Abzug — der Hinweis „Pause fehlt" entfällt dann, solange der Abzug die Pflichtpause deckt (bewusste, dokumentierte Arbeitgeber-Entscheidung; bereits bewertete Tage werden auf Anfrage neu bewertet).
Nachrichten-Kategorien
Kategorien fürs interne Nachrichtensystem (Farbe + Icon), z. B. Allgemein, Wichtig, Sicherheit, Termine
Pausenregel „ArbZG Standard": Schwellen und Mindestdauern, automatischer Abzug im Modus „Gekappt", darunter der Schalter „Automatisch abgezogene Pause gilt als gewährt" und die Modus-Historie ab Datum.
Lückencheck „Modell-Lücken": Unter Team →
Modell-Lücken siehst du auf einen Blick, wer kein wirksames Arbeitszeitmodell
hat — sowohl Mitarbeitende ohne aktive Zuweisung als auch einzelne Tage mit Stempelung, aber ohne
Modell. Solche Tage zählen mit Soll 0 und melden fälschlich „Pause fehlt".
Typische Ursache: neue Mitarbeitende ohne Zuweisung. Hier gegensteuern, dann ist die Liste leer.
5. Internes Nachrichtensystem verwalten
Mit Nachrichten erreichen Mitteilungen den ganzen Betrieb, einzelne Teams
oder einzelne Personen — inklusive Nachweis, wer wann gelesen und bestätigt hat (auch am
Stempel-Terminal, dort per PIN). Als HR-Administration steuerst du fünf Dinge:
Senderechte: Standard offen, bei Bedarf reglementieren
Standardmäßig darf jede:r an alle senden. Soll eine Person nur eingeschränkt
senden dürfen, aktiviere im Mitarbeiter-Formular unter Nachrichtenversand
die Option „Nachrichtenversand reglementieren" und pflege die Listen
Erlaubte Teams und Erlaubte Mitarbeiter. Firmenweite Nachrichten sind für
reglementierte Personen gesperrt; Mitglieder erlaubter Teams dürfen auch einzeln angeschrieben werden.
Im Mitarbeiter-Formular: Reglementierung aktivieren und erlaubte Teams/Personen wählen.
Das Formular „Neue Nachricht" zeigt dieser Person danach nur noch die freigegebenen Ziele.
Terminal-Anzeige
Ob offene Nachrichten nach dem Stempeln am Terminal erscheinen, steuert der globale Schalter
Einstellungen → Terminal → „Nachrichten am Terminal anzeigen" (Standard: an)
— pro Terminal überschreibbar im Terminal-Formular („Nachrichten anzeigen": Globale Einstellung /
Anzeigen / Ausblenden). Details: Terminal-Anleitung.
E-Mail-Vorlage
Nachrichten können (pro Nachricht zuschaltbar) zusätzlich per E-Mail angekündigt werden. Die
Vorlage für Betreff und Text pflegst du unter Einstellungen → Nachrichten;
Platzhalter wie {{ title }}, {{ sender_name }}
oder {{ link }} werden beim Versand ersetzt. Voraussetzung ist ein
eingerichtetes Ausgangs-E-Mail-Konto; Empfänger ohne hinterlegte E-Mail-Adresse werden übersprungen.
Einstellungen → Nachrichten: Betreff- und Text-Vorlage mit Platzhaltern — einmal
formuliert, gilt sie für alle E-Mail-Benachrichtigungen.
Bild-Anhänge
Unter Einstellungen → Nachrichten → Bild-Anhänge legst du fest, ob
Bilder erlaubt sind (Standard: ja), wie viele pro Nachricht und wie groß je Bild.
Anhänge sind private Dateien: Sie sind nur für die Empfänger der Nachricht, den
Absender und die HR-Administration abrufbar — die Berechtigung hängt an der Nachricht selbst, nicht
an der Datei. Beim Hochladen werden die Bilder verkleinert und von Standortdaten (EXIF/GPS)
befreit. Sobald die erste Person eine Nachricht bestätigt hat, lassen sich ihre Anhänge
nicht mehr ändern.
Bild-Anhänge: an/aus, Anzahl je Nachricht und maximale Größe je Bild.
Reaktionen (im Standard ausgeschaltet)
Empfänger können auf Nachrichten mit einem Emoji und — je nach Modus — mit einer kurzen Antwort
reagieren. Unter Einstellungen → Nachrichten → Reaktionen wählst du
Aus, Nur Emoji oder Emoji + Kurztext und pflegst die erlaubten Emojis.
Zusätzlich entscheidet jede:r Absender pro Nachricht, ob Reaktionen erlaubt sind.
Eine Reaktion zählt nie als Bestätigung — sie setzt nur „gesehen". Absender und
HR-Administration können einzelne Reaktionen entfernen; das wird im Audit-Trail protokolliert.
Reaktionen: Modus, erlaubte Emojis und Maximallänge der Kurzantwort.
Datenschutz: Den individuellen Lesestatus (wer hat wann gesehen/bestätigt)
sehen nur der jeweilige Absender und die HR-Administration — bewusst nicht der Betriebsrat und nicht
andere Mitarbeitende.
Vor dem Einschalten von Reaktionen: Betriebsrat informieren. Anders als
der Lesestatus sind Reaktionen für alle Empfänger namentlich sichtbar. Wer auf eine
firmenweite Mitteilung mit „❓" reagiert, tut das vor der ganzen Belegschaft. Das ist gewollt — aber es
ist eine mitbestimmungsrelevante Änderung, deshalb wird die Funktion ausgeschaltet
ausgeliefert.
6. Auswertungen & Stundenzettel
Stundenzettel und Konten stehen pro Mitarbeiter:in als PDF bereit (Bereich „Konto"). Mitarbeitende laden
ihr eigenes PDF selbst; Führungskräfte und HR ziehen das PDF eines Teammitglieds direkt
über Team → Person → Übersicht → Stundenzettel als PDF (Monat/Jahr wählen). Für
Abrechnungen und Sammel-Auswertungen gibt es Stammdaten → Abrechnungen
sowie die Compliance-Berichte. (Details und gesetzliche Auswertungen behandeln wir in einer eigenen
Anleitung.)
Für den Betriebsalltag gibt es außerdem drei Listen mit PDF- und Excel-Export unter
Team: die Tagesübersicht (wer war an Tag X im Einsatz, mit
Beginn/Ende/Pause/Gesamt je Person), die Monatsübersicht (Einsatztage, Stunden und
Abwesenheitstage je Abteilung) und die Geburtstagsliste — beschrieben in der
Manager-Anleitung.
Stundenzettel ohne Arbeitszeitmodell: Für Personen ohne Modell im Zeitraum
urteilt das PDF nicht („Soll: —"), sondern zeigt neutral die geleisteten Stunden; mit dem
Schalter „Ohne Soll geführt" zusätzlich die offenen Stunden nach Auszahlungen. Bei nur
teilweiser Modell-Abdeckung steht das als Fußnote dabei.
Grenzwochen im Monats-Stundenzettel: Bei Wochen-Soll-Modellen bucht das volle
Wochen-Soll am Sonntag. Eine Woche, die über die Monatsgrenze läuft, wird deshalb im Zettel als Brücke
ausgewiesen („KW 31 (27.07.–02.08.): Wochen-Soll 20 h am 02.08. gebucht, davon 12 h für Tage vor
dem 01.08.") — so ist erklärt, warum die Konto-Veränderung des Monats vom Soll/Ist der Tabelle abweichen kann.
Das Konto selbst ist in beiden Monaten zusammen korrekt.
Stempelzeiten im Stundenzettel: Standardmäßig zeigt der Monats-Stundenzettel
je Tag die gestempelten Arbeitszeiten als Unterzeile (z. B. 05:45–12:30 · 16:30–20:30) —
das macht Ist-Stunden und Pausenabzug nachvollziehbar. Wer ein schlankes PDF nur mit Tagessummen möchte,
schaltet das unter Einstellungen → Stundenzettel → „Stempelzeiten im PDF anzeigen" ab.
ArbZG-Hinweise im Stundenzettel: Hinweise wie „Pause fehlt" stehen je Tag in der
Spalte „Bemerkung". Unter Einstellungen → Stundenzettel → „ArbZG-Hinweise im PDF" wählst du,
was zusätzlich am Ende steht: Kompakt (Standard, nur die Anzahl der Tage), Ausführlich (Liste aller
Hinweise) oder Aus (keine Hinweise im PDF, spart bei Ausdrucken oft ein Blatt). Im Compliance-Report und in der
Tagesansicht bleiben die Verstöße in jedem Fall sichtbar.
Einstellungen → Stundenzettel: Stempelzeiten im PDF an/aus und die Auswahl „ArbZG-Hinweise im PDF" (Kompakt / Ausführlich / Aus).
Wochen-Soll-Modell im Stundenzettel: Bei flexiblen Arbeitstagen läuft das
Soll pro Woche. Im PDF steht dann oben je Tag nur das Ist (Spalte „Soll" mit „—"), darunter
die Tabelle Wochen-Soll mit Soll/Ist/Saldo je Kalenderwoche. Krankheits-, Urlaubs- und
Feiertage reduzieren das Wochen-Soll um ein Tagesäquivalent (ein halber Tag um einen
halben) — maßgeblich sind die Arbeitstage: ein Feiertag auf einem arbeitsfreien
Wochenende mindert ein Mo–Fr-Wochensoll nicht. Der Monats-Stundenzettel rechnet taggenau:
er enthält alle den Monat berührenden Wochen; eine Woche über die Monatsgrenze ist „(anteilig)" markiert
und zählt nur mit ihren Tagen im Monat — so passt die Monatssumme für die Abrechnung.
Modellwechsel im Monat: Wechselt ein:e Mitarbeiter:in mitten im Monat
das Arbeitszeitmodell (z. B. Azubi → Vollzeit), zeigt der Stundenzettel beide Modelle mit ihrem
Zeitraum im Kopf und rechnet jede Hälfte korrekt — Tage im „Soll je Wochentag"-Teil mit Tagessoll, Tage
im „Wochen-Soll"-Teil über die Wochenzeilen.
Datums- & Zeitformat: Wie Datum und Uhrzeit im Portal angezeigt
werden (z. B. TT.MM.JJJJ und 24-Stunden-Anzeige), folgt den
System‑Einstellungen → Datumsformat / Zeitformat — unabhängig von der
Sprache des Browsers. Einmal zentral gesetzt, gilt es für alle Mitarbeitenden.